Die aktuellen Berichte über eine mögliche Schließung des Volkswagen-Werkes in Zwickau sind ein Schock für tausende Beschäftigte und ihre Familien. Sollte ausgerechnet eines der modernsten Automobilwerke Europas zur Disposition stehen, wäre das ein schwerer Schlag für den Industriestandort Sachsen.
Die Berichte über eine mögliche Schließung des Volkswagen-Werkes in Zwickau sorgen weit über Westsachsen hinaus für große Verunsicherung. Es geht längst nicht mehr nur um ein Werk – es geht um die Zukunft einer gesamten Industrieregion. Bis zu 70.000 Arbeitsplätze hängen in Westsachsen direkt oder indirekt von der Automobilindustrie ab.
Dabei wurde das Werk Zwickau erst vor wenigen Jahren mit Investitionen von rund 1,2 Milliarden Euro zum modernsten Elektroautomobilwerk Europas umgebaut. Beschäftigte, Politik und Steuerzahler haben diesen Wandel gemeinsam getragen. Den Mitarbeitern wurde vermittelt, dass Zwickau der Zukunftsstandort der Elektromobilität ist. Umso unverständlicher wäre es, diesen Standort heute infrage zu stellen.
𝐌𝐚𝐭𝐭𝐡𝐢𝐚𝐬 𝐁𝐢𝐧𝐧𝐞𝐫, 𝐕𝐨𝐫𝐬𝐢𝐭𝐳𝐞𝐧𝐝𝐞𝐫 𝐝𝐞𝐫 𝐅𝐑𝐄𝐈𝐄𝐍 𝐖Ä𝐇𝐋𝐄𝐑 𝐒𝐚𝐜𝐡𝐬𝐞𝐧, 𝐞𝐫𝐤𝐥ä𝐫𝐭:
"Ich arbeite selbst in der Automobilindustrie. Ich kenne die Sorgen meiner Kollegen und ihrer Familien aus dem Arbeitsalltag und nicht nur aus Schlagzeilen. Die Beschäftigten haben den Wandel mitgetragen, sich weiterqualifiziert und ihren Beitrag geleistet. Jetzt erwarten sie zu Recht, dass Volkswagen zu seinen Zusagen steht. Wer Milliarden investiert, Zukunft verspricht und wenige Jahre später über eine Schließung nachdenkt, verspielt Vertrauen – bei den Beschäftigten, bei den Zulieferern und bei einer ganzen Region."
Für die FREIEN WÄHLER Sachsen zeigt die aktuelle Entwicklung zugleich die Folgen einer Industriepolitik, die den Unternehmen immer höhere Energiepreise, wachsende Bürokratie und fehlende Technologieoffenheit zugemutet hat. Deutschlands Schlüsselindustrie braucht keine ideologischen Vorgaben, sondern wettbewerbsfähige Rahmenbedingungen, Planungssicherheit und politische Verlässlichkeit.
"Zwickau ist die Wiege des sächsischen Automobilbaus. Wer diesen Standort aufgibt, gefährdet nicht nur tausende Arbeitsplätze, sondern sendet ein verheerendes Signal an den gesamten Industriestandort Deutschland. Jetzt ist die Zeit, Verantwortung zu übernehmen – nicht für Symbolpolitik, sondern für die Menschen, die mit ihrer Arbeit unseren Wohlstand sichern."
Die FREIEN WÄHLER Sachsen fordern Volkswagen, die Bundesregierung und die Sächsische Staatsregierung auf, gemeinsam ein tragfähiges Zukunftskonzept für den Standort Zwickau zu entwickeln. Sachsen braucht eine starke, innovative und technologieoffene Automobilindustrie – und vor allem Verlässlichkeit gegenüber den Menschen, die sie jeden Tag mit ihrer Arbeit tragen.